2016/05/27 - 02:15

Willkommen beim Schachclub Unterhaching!

Schachrätsel des Tages

2. Offene Bayerische Schach960-Meisterschaft

Zur zweiten offenen Bayerischen Schach960 Meisterschaft fanden sich 32 Teilnehmer in der Hachinga Halle ein. Das war zwar kein großes, aber ziemlich illustres und teilweise von weit her angereistes Teilnehmerfeld: Neben den Großmeistern Vlastimil Hort und Egor Krivoborodov wollten auch die Internationalen Meister Thomas Reich und Alexander Belezky bei der Preisgeldvergabe mitreden. Den topgesetzten Krivoborodov erwischte es schon in Runde zwei, als er gegen Unterhachings Bilal Demir keinen Fuß auf den Boden brachte und chancenlos verlor. Bilal ließ gleich noch einen Sieg gegen Thomas Reich folgen, bevor ihn Belezky in Runde vier stoppte. In der folgenden Runde trennten sich die bis dahin verkustpunktfreien Hort und Belezky remis, anschließend übernahm Krivorodov wieder die Führung, der gegen Belezky gewann, während Hort gegen Thomas Lentrodt unterlag. In der Schlussrunde hielten sich Krivoborodov gegen Lentrodt und Hort gegen Zenker schadlos und belegten damit die ersten beiden Plätze. Rang drei erreichte Belezky gegen den stark aufspielenden, vereinslosen Sebastian Held vor drei weiteren Spielern mit je 5 Punkten. Den Kategoriepreis für den besten Spieler unter einer Wertungszahl von 2200 errang Prof. Peter Krauseneck, unter 2000 ging an Lars Goldbeck, U1800 an Bruno Zablotny, der Jugendpreis an Arpad Botos und der Seniorenpreis an Wladimir Mai. Jean Bausch und Tobias Stempfle führten als Schiedsrichter durch das Turnier, Peter Dengler als Organisator bedankte sich bei den Sponsoren Ulrich Zenker für eine Spende von 200 Euro, der Gemeinde Unterhaching für die Überlassung des Spielsaals und der Firma Develey für die Sachspenden in Form von Senf und Ketchup, die bei den Spielern reißenden Absatz fanden.(PD)
Tabellen

vlnr: Peter Dengler, Vlastimil Hort, Egor Krivoborodov, Jean Bausch, Alexander Belezky

Regionalliga Südwest: 4:4 gegen Haunstetten - knapp am Aufstieg vorbei

Am letzten Spieltag der Regionalliga kam es zum Showdown mit Haunstetten, die mit einem Mannschaftspunkt vor uns an der Spitze lagen. Der Gegener zauberte gegenüber den vorangegeangenen Spieltagen noch Zalan Andreas Lang an Brett drei aus dem Hut, so dass zumindest ich null auf irgendeine Vorbereitung bauen konnte. Erwartungsgemäß kam an Brett zwei bei Hans-Peter recht bald ein Remisangebot, vorher hatte bereits Boris mit Schwarz an Brett 5 selbiges angenommen. Auch Schorsch konnte bequem Ausgleich erzielen und da sich sein Gegner schon unwohl fühlte bot auch dieser Remis, welches Schorsch eher unwillig schließlich annahm. Auch in den Stellungen von Bernard und Bilal tat sich nichts Aufregendes, so dass auch hier Frieden geschlossen wurde. Leider verlor Anatol seine Weißpartie, während bei Gerhard und mir noch zwei für uns vorteilhafte Stellungen übrig blieben. Gerhard konnte seine Partie auch überzeugend gewinnen, während ich überhastet in ein unmöglich gewinnbares Turmendspiel mit Mehrbauer abwickelte, obwohl ich diverse andere Optionen hatte. Das führte dann zum 4:4 und nachdem Gröbenzell aus der Oberliga absteigt, tritt nicht der Fall ein, dass zwei Mannschaften aus der Regionalliga aufsteigen. Wir gratulieren Haunstetten zum Aufstieg! (PD)

Bayerische Mannschaftsblitz in Schweinfurt

Anatol, Martin, Jan Kessler und ich machten uns um 7:45 Uhr auf Richtung Schweinfurt, wo schon vor drei Jahren in genau dem gleichen Pfarrzentrum die Bayerische Mannschaftsblitzmeisterschaft stattgefunden hatte. Die Fahrt ging schneller vonstatten als gedacht, trotz Schneegestöber und eher gemächlicher Fahrweise hatten wir es in 2,5 Stunden geschafft. Immerhin 19 Mannschaften gingen an den Start, naturgemäß eher aus Nordbayern als aus dem Süden, Thomas Bacherler war mit Marktoberdorf schon am Vortag angereist - Respekt! In der ersten Runde gegen SW Nürnberg konnte nur Anatol seine Stellung verwerten und damit war schon fast klar, dass wir uns am Ende im Niemandsland der Tabelle wiederfinden würden. Das Highlight kam aber in Runde 13, als wir die bis dahin führenden Bayern mit 2,5:1,5 schlagen konnten. Ich hatte relativ schnell gegen Michael Fedorowsky verloren, Martin hatte das erste Mal, als ich auf sein Brett sah gegen Thomas Lentrodt eine Figur mehr, Jan brachte gemäß einem Klassiker einen tanzenden Turm aufs Brett, den Ivica Rajic nicht schlagen durfte, aber dafür die Dame einbüßte und Anatol gab angesichts der Führung in Gewinnstellung gegen Alexander Belezky Remis. Das war und blieb die einzige Niederlage der Bayern. Zunächst zog Noris Tarrasch Nürnberg vorbei, verlor aber einige Runden später gegen Ingolstadt und somit wurden die Bayern zum achten Mal in Folge Bayerischer Blitz-Mannschaftsmeister, was wir ihnen gerne gönnen! Ergebnisse: Anatol (Brett 1) 10,5/18, Peter 9, Martin 8, Jan 6.
Ein Wort zum Turnierleiter: alle Spieler haben nur den Kopf geschüttelt aufgrund seiner endlosen Ausführungen zur Sicherstellung korrekter Ergebniseintragungen. Er beschloss dann auch, dass nach der viertletzten Runde keine Ergebniskorrektur der vorherigen Runden mehr möglich sei?! Leider war Schweinfurt im letzten Jahr in Unterhaching nicht dabei, um erleben zu können, wie man dieses Turnier mit fünf Mannschaften mehr, aber trotzdem mit einer halben Stunde weniger durchführen kann. Das Ergebnis findet man sicher demnächst hier(PD)

U20-Landesliga: Wir sind Meister!

Die Ausgangslage vor der letzten Doppelrunde in Vaterstetten gab uns noch die Chance auf Platz 1-3 in der Endtabelle. Wir hatten alles selbst in der Hand, da wir noch gegen die abstiegsbedrohten Forstenrieder und den Tabellenführer Weilheim (9-1 Mannschaftspunkte, 13,5 Brettpunkte) spielen mussten. Unser Reisepartner Südost, der mit der gleichen Mannschafts- und Brettpunktzahl (8-2 MP, 13 BP) wie wir die gleiche Ausgangslage hatte, musste erst gegen Weilheim und dann gegen Forstenried spielen. In der ersten Runde ging es also gegen Forstenried: Ali verlor relativ schnell gegen WIM Imnadze, Jan Kessler, Jan Kerkhoff und Leo (spielte erst seine Langzeitpartien 3 und 4!) waren also schon gefordert. Leo hatte schnell eine Figur mehr, aber als er meinte, einen Bauern gewinnen zu können, übersah er, dass dieser gedeckt war und die Mehrfigur war weg. Leo hätte noch mehr drücken können, aber am Ende war das Remis wohl unausweichlich. Jan Kerkhoff hatte im Evans-Gambit schnell einen Bauern mehr und als sein Gegner dreizügig einen Turm einstellte, war die Partie für ihn gewonnen. Jan Kessler spielte noch länger, er hatte eine überlegene Angriffsstellung mit gedecktem Freibauern auf der gegnerischen siebten Reihe, aber es gab noch Dauerschachchancen für Jans Gegner, aber Jan sicherte seinen Sieg und damit den 2,5:1,5-Mannschaftserfolg. Da Südost gegen Weilheim 2:2 spielte, gab es vor der letzten Runde folgendes Tabellenbild: 1./2. Unterhaching/Weilheim (10 MP, 15,5 BP), 3. Südost (9 MP, 15 BP). Es wurde also fleißig gerechnet und der Turnierleiter klärte uns dann auf, dass bei einem 2:2-Unentschieden zwischen uns und Weilheim die Berliner Wertung (vorderes Gewinnbrett) dieses Kampfes entscheiden würde. Richtig witzig wäre die Konstellation geworden, wenn zusätzlich noch Südost 2,5:1,5 gegen Forstenried gewonnen hätte, dann hätte es wohl eine Dreiecks-Berliner-Wertung gegeben. Meine Meinung ist, dass nach 28 Partien pro Verein nicht die „Höhe“ eines Gewinnbretts, sondern ein Stichkampf entscheiden sollte, aber der Turnierleiter schien da wenig kompromissbereit... Südost fiel schnell aus dem Meisterschaftsrennen, weil sie gegen Forstenried nur unentschieden spielten. Das Duell zwischen Unterhaching und Weilheim musste also direkt über den Titel entscheiden. Ali hatte schnell eine Qualität weniger und wegen der Berliner Wertung war klar, dass wir von da an einen Sieg brauchten. Leo und Jan Kessler hatte eine Qualität mehr und Jan Kerkhoff bei vollem Brett einen isolierten, aber entfernten Freibauern. Leo musste einigen Fallen ausweichen, aber er schaffte dies souverän und glich Alis Niederlage aus. Jan Kerkhoff hatte in der Zwischenzeit alle Figuren bis auf einen Springer abgetauscht, aber den Freibauern behalten und bot Remis, da Jan Kessler mehrfach glaubhaft versicherte, er würde sein Mehrqualität verwerten. Das Remisangebot wurde abgelehnt und Jan Kerkhoff musste auf einmal aufpassen nicht noch zu verlieren, da ihm ein Königstempo fehlte. Schlussendlich überstimmte Jans Gegnerin ihren Mannschaftsführer und bot Remis, da sie keinen Gewinnweg mehr sah. Die Analyse dieses Endspiels wird noch lustig, da ich immer noch nicht weiß, wer wann besser steht... Jan nahm das Remis an und somit hing es wie eigentlich immer an Jan Kessler. Und wie eigentlich immer behielt Jan die Nerven, verwertete die Mehrqualität und sicherte den 2,5:1,5-Mannschaftserfolg über Weilheim. Damit sind wir MEISTER in der Landesliga-Süd geworden!!

 

Zur Mannschaftsperformance:

Ali: hat sich an Brett 1 geopfert, anders kann ich es nicht ausdrücken, trotzdem 2,5/7!

Cedric: konnte nur 3 Runden spielen, da aber erfolgreich, starke 2,5/3!

Jan Kessler: holt überragende 6,5/7 (Leistung: 2008!) und ist dank seinem Sieg in der letzten Runde gegen den bisherigen Topscorer nun auch noch bester Einzelspieler der Liga!!!

Ich will mich nur ungern selbst bewerten, die ersten 1,5 Verlustpunkte waren dämlich, der letzte 0,5 wichtig, ich bin mit meinen 5/7 auch absolut zufrieden!

Leo: Hat wie gesagt erst seine Langzeitpartien 3 und 4 gespielt, seine 1,5/2 im wichtigsten Teil der Saison sind eine unglaubliche Leistung!!

 

Abschließend will ich mich beim gesamten Team bedanken, ich war sehr gerne Mannschaftsführer, der Meistertitel ist mit Sicherheit der bisherige Höhepunkt meiner Schachkarriere! (JK)


Abschlusstabelle, Ergebnisse, Einzelresultate, Bestenliste, DWZ-Prognose etc. im Ligamanager

 

Sieg gegen Memmingen

Der Tabellenletzte Memmingen war an diesem Sonntag bei uns zu Gast. Gerhard musste einen kampflosen Punkt einstreichen, weil der Gegner nur zu siebt erschien. Mein Gegner hegte keine großen Ambitionen und nach diversen Abtauschen bot ich Remis, was er sofort annahm. Auch Hans-Peter und Bilal sahen keinen Grund etwas weiter zu versuchen und nahmen ebenfalls einen halben Punkt mit. Die richtige Entscheidung, denn der Rest in Form von Boris, Anatol, Martin und Schorsch konnte seine Partien gewinnen. Ich weiß leider über den Verlauf nicht viel, da ich mich zur Schachbundesliga aufmachte, nachdem Baden-Baden noch Anand und Aronian aus dem Hut gezaubert hatte. Jan hatte die Chance bei der Analyse von Harikrishna, Smeets, Svidler, Anand und Nikolic hautnah dabei zu sein. (PD)

Harikrishna, Smeets, Svidler, Kerkhoff, Anand, Nikolic

Faschingsblitz Garching: Haching siegt!

Zum Faschingsblitz in Garching fanden sich 18 Mannschaften ein, zum ersten Mal seit ich denken kann ohne eine Mannschaft des FC Bayern, die allerdings auch ein Bundesligawochenende zu bestreiten hatten. Nachdem sich nur 6 Mitglieder fanden, die spielen wollten ,konnten wir noch Oleks Chernilovskyy und Stefan Bocksberger gewinnen. "Haching Red" startete gleich mit einem 1:3 gegen Haunstetten, was auch locker ein 0:4 hätte werden können. Gegen Garching 1 endete es später überaus glücklich 2:2, denn mein Gegner schaffte es noch ein Endspiel mit T+4 Bauern gegen L+3 Bauern zu verlieren, während Boris Gegner zwei Minuten zu spät kam und auf Zeit verlor. Man merkte dann gegen Ende, dass es richtig spannend wurde, weil keine Mannschaft so richtig sattelfest war. Wir leisteten uns noch eine Niederlage gegen Garching2 und ein Unentschieden gegen Gräfelfing, um am Schluss mit 2,5:1,5 gegen Dachau über die Ziellinie zu kriechen - mit einem halben Brettpunkt Vorsprung vor Garching 1. Ergebnisse: Bocksberger 11,5, Sargin 11, Brosig 11, Dengler 15,5. "Haching Blue" rahmte das Feld von unten ein und nahm zum Beispiel Garching 1 (Martin ole!) den entscheidenden Brettpunkt ab: Broschwitz 5,5, Chernilovskyy 5, Kessler 3,5, Kerkhoff 3,5. (PD)

Pokalturnier 2016

An unserem jährlichen Pokalturnier nahmen dieses Jahr 9 Spieler teil. Sieger wurde Peter mit 5/5 vor Gerhard (5/6). Herzlichen Glückwunsch! Ergebnisse  

Regionalliga Süd-West: Unterhaching gewinnt 5-3 in Krumbach

Nach unserer unnötigen 3,5-4,5 Niederlage zuletzt gegen Haar gelang uns ein eindrucksvolles Comeback mit einem 5-3 gegen Krumbach. Ohne Hans-Peter und Bilal, die gerade in Südeuropa Urlaub machen, dafür aber mit Michael und Tom als Ersatzspieler, machten wir uns in Bernards Bus mit 8 Mann an dem zunächst verschneiten, dann verregneten Sonntag auf die Reise zu unserem weitesten Auswärtsspiel nach Krumbach. Gegen Haar hatten wir zuletzt ja noch jede Menge Chancen ungenutzt verstreichen lassen (Peter und Boris schlugen gegnerische Remisangebote aus und verloren jeweils, Gerhard und Bilal hatten klar bessere Stellungen und spielten Remis) doch diesmal klappte es mit der Chancenverwertung deutlich besser: Zunächst gewann Gerhard eine Qualität, dann die Partie und brachte uns in Führung. Dann führte Tom seine solide Partie zum Remis und Michael gewann eine gute Partie in der Karlsbader Bauernstruktur. Die zwischenzeitlich komfortable Führung schmolz dann leider wieder etwas dahin, da Georg eine äußerst komplexe und spannende Kampfpartie mit beiderseitigen Chancen verlor. Peter hatte die Eröffnung völlig verpatzt und einen Bauern verloren, verteidigte sich aber äußerst zäh und kreativ mit einem Qualiopfer. Der Gegner fand keine bessere Lösung als in ein Turmendspiel abzuwickeln, welche aber bekanntlich häufig Remis sind und diese Partie bildete keine Ausnahme. Auch die Partien von Anatol und Boris endeten nach hartem Kampf Remis. Die letzte noch laufende Partie des Tages führte dann Bernard zum Gewinn. Zunächst sah es trotz Mehrbauern nur nach Remis aus, aber durch eine Unachtsamkeit des Gegners konnte die Dame getauscht werden. Das Endspiel Läufer gegen Springer war Dank des Mehrbauern dann gewonnen, die Partie endete aber vorzeitig durch Zeitüberschreitung. Dank des Sieges ist Unterhaching jetzt wieder Tabellenzweiter und kämpft weiterhin mit Haunstetten um den Aufstieg. (BC)

U20-Landesliga: Unterhaching weiterhin vorne dabei!

Nachdem Cedric leider nicht zur Verfügung stand, fuhren wir zur nächsten Doppelrunde bei Tarrasch-München schon stark ersatzgeschwächt. Als dann auch noch kurz vor Beginn der ersten Runde Ali bemerkte, dass unser Ersatzmann Vivian sich krankgemeldet hatte und wir auch keine Kontaktperson erreichen konnten, die uns noch Ersatz hätte schicken können, waren unsere Chancen gegen unsere beiden eh schon sehr starken Gegner TuS-Fürstenfeldbruck und Tarrasch-München in den Keller gesunken. Trotzdem traten wir natürlich mit großer Motivation die erste Runde gegen Fürstenfeldbruck an. Schnell lagen wir nicht nur 1:0, sondern sogar 2:0 hinten, da Jan Kerkhoff in der Eröffnung eine Figur einstellte, selbst für seine Verhältnisse extrem früh. Jan Kessler und Ali waren also schon zum Siegen verdammt, um noch irgendwas mitzunehmen. Uns kam es entgegen, dass Alis Gegner im Franzosen beide Zentrumsbauern verlor, wohingegen Jan versuchte die passive Verteidigung seines Gegners irgendwie zu durchbrechen. Jan lief bei seinen Angriffsbemühungen aber leider in einen Spieß, der ihn die Qualität kostete. Durch die Mehr-Qualität schien Jans Gegner allerdings geistig völlig benebelt geworden zu sein, da er sich in der Folge so passiv hinstellte, dass Jan zunächst die Quali zurückgewinnen und in der Folge sogar noch Druck ausüben konnte. Ali spielte seine Mehrbauern sehr sicher weiter, landete aber in einem ungleichfarbigen Läuferendspiel, das zumindest gefährlich nahe am Remis war. Jan wickelte in der Folge seine Stellung in beiderseitiger Zeitnot in ein gewonnenes Bauernendspiel ab. Auch Ali schaffte es seine Stellung zum Sieg zu verwerten. Im Rückblick unglaublich, dass wir aus dieser Begegnung noch einen Mannschaftspunkt retten konnten! In der Mittagspause berieten wir drei uns dann, was unsere Match-Taktik gegen Tarrasch sein sollte, da klar war, dass wir wieder nur zu dritt spielen würden und wir ein „Quasi“-Remis-Angebot von Alis Gegner hatten. Nach vorheriger Beratung erreichte Ali also ein schnelles Remis. Wir hatten uns dafür entschieden, weil Jan Kessler und Jan Kerkhoff sich zutrauten gegen ebenbürtige Gegner 1½ zu holen. Jan Kessler erreichte aus der Eröffnung heraus eine Stellung mit Vorteil, ein möglicher Sieg war aber noch weit entfernt. Jan Kerkhoff spielte eine Eröffnung, in der seine Gegnerin über eine ¾-Stunde an einem Zug überlegte und danach mit massiver Zeitnot zu kämpfen hatte. Jan Kessler hatte es in der Zeit geschafft in das gegnerische Königslager einzudringen und als eine Springergabel auf so ziemlich alle eigenen Figuren folgte, gab Jans Gegner auf. Jan Kerkhoffs Gegnerin wählte in ihrer Zeitnot auch noch den falschen Plan und so kam Jan zu einigen Mehrfiguren/-bauern, woraufhin seine Gegnerin mit einer verbliebenen Sekunde auf der Uhr aufgab. Unsere Taktik ist also voll aufgegangen, wir haben Tarrasch mit 2½ – 1½ besiegt! Ich bin extrem stolz auf uns (auf mich weniger, siehe Fürstenfeldbruck...), zu dritt gegen zwei mindestens ebenbürtige Gegner 3-1 Mannschaftspunkte zu holen ist schon extrem stark! Die Tabelle sieht nun wie folgt aus: 1. Weilheim mit einem Mannschaftspunkt Verlust, 2./3. Unterhaching und Südost 2 mit zwei Mannschaftspunkten Verlust. Die Brisanz besteht darin, dass in den letzten beiden Runden Weilheim noch gegen Südost und uns spielen muss, es ist also auch für uns noch alles drin, auch der Meistertitel!!! (JK)

U20-Landesliga: Unterhaching durch zwei Siege jetzt Tabellenführer!

Nach dem mäßigen Saisonstart mit einem 2:2-Unentschieden gegen München-Südost 2 (Ali 0, Cedric 0,5, Jan Kessler 1, Jan Kerkhoff 0,5) waren wir gestern in der ersten Doppelrunde wieder gefordert. Wir als Gastgeber begrüßten in der JKW unseren Reisepartner SK München-Südost 2, die SU Ebersberg-Grafing sowie den SC Vaterstetten-Grasbrunn. Am Vormittag ging es gegen Ebersberg, die, wie wir, in Bestbesetzung angetreten waren: Als erstes war Jan Kerkhoff fertig, der seinen Eröffnungsvorsprung zunächst in das Läuferpaar und dieses mit einer Fesslung zum Figurengewinn + Angriff verwertete, worauf sein Gegner aufgab. Das Eröffnungsexperiment von Jan Kessler ließ seinen Gegner von Zug 1 an ratlos zurück und Jan gewann zunächst Bauern und schließlich das folgende Turmendspiel. Cedric konnte als Nächster gewinnen, indem er souverän ein ungleichfarbiges Läuferendspiel mit zwei Mehrbauern erspielte, woraufhin sein Gegner aufgab. Ali spielte am längsten, doch auch er spielte stark und umschiffte alle Fallen des Gegners. Dieser tappte schließlich in Alis Falle und fraß einen vergifteten Bauern, wodurch Ali eine Figur gewinnen konnte und sein Gegner aufgrund des folgenden Angriffs aufgab. Eine starke Teamleistung beim 4:0 gegen Ebersberg! Am Nachmittag mussten wir gegen Vaterstetten dann deutlich mehr kämpfen: Wieder war die Partie von Jan Kerkhoff die kürzeste, als sein sehr junger Gegner zunächst sehr stark spielte, dann aber seinen Turm fangen ließ, was die Partie mit weiteren gegnerischen Figureneinstellern sehr schnell zugunsten Unterhachings beendete. Ali sah eine gegnerische Taktik mit Bauerngewinn und Angriff in dem Moment, als er seinen Zug ausführte und bot reflexartig remis. Sein Gegner sah jedoch die Taktik und Ali stand in der Folge sehr bedenklich. Cedric wollte daraufhin sein Springerendspiel mit gleicher Bauernverteilung Remis geben, aber er spielte nach Absprache weiter, da Ali schlecht und Jan Kessler nach Bauerngewinn in der Eröffnung nur leicht besser stand. Jan bekam in der Folge Probleme, als sein Gegner einen Königsangriff startete, der sehr gefährlich für Jan aussah. Cedric schaffte es zwischenzeitlich durch eine Gabel einen Bauern zu gewinnen. Da eigener Springer und König gebunden waren, gab Cedrics Gegner zu unserer Überraschung (ein bisschen zu früh) auf. Somit fehlte uns noch ein halber Punkt zum Mannschaftssieg. Den steuerte Jan bei, der den Königsangriff abwehren konnte und in vermutlich gewonnener Stellung im Mannschaftssinn das Remisangebot des Gegners annahm. Ali konnte sich relativ gut vom gegnerischen Druck befreien und kämpfte noch weiter. Lustigerweise schwankten seine Stellungseinschätzungen in der Folge von „sehr schlecht“ bis „vielleicht gewinn ich noch“, schlussendlich musste er aber, nachdem die Türme getauscht waren, das entstandene verlorene Bauernendspiel aufgeben. Insgesamt also ein auch verdienter 2,5:1,5-Sieg gegen Vaterstetten, wodurch wir mit 5:1 Mannschaftspunkten und einem halben Brettpunkt Vorsprung nun Tabellenführer der Landesliga-Süd sind!! Im neuen Jahr geht es dann gegen unseren „Angstgegner“ Tarrasch und die extrem stark spielenden Fürstenfeldbrucker bei Tarrasch-München weiter, da werden wir dann sehen, wo wir in der Liga hingehören und ob unser Wunsch nach dem Meistertitel begründet ist… (JK)

Regionalliga: Unterhaching gewinnt gegen Tabellenführer Siemens München 6,5-1,5 und wird Herbstmeister

Es kommt nicht alle Tage vor, dass man zu einem Auswärtsspiel in der Regionalliga mit dem Fahrrad fährt. Doch nachdem Siemens jetzt seine Heimspiele inzwischen in Neuperlach austrägt und das Wetter sich weiterhin von seiner Schokoladenseite zeigt, war das Fahrrad unsere bevorzugte Option. Offensichtlich hat uns die Sauerstoffzufuhr gut getan, denn die Spiele entwickelten sich rasch zu einer einseitigen Angelegenheit zu unseren Gunsten. Lediglich unsere beiden Spitzenbretter Georg und Hans-Peter, sowie Boris konnten aus ihren Partien keinen Vorteil herausholen, sprich diese drei Partien endeten mit Remis. Die anderen 5 Partien jedoch gingen allesamt an uns. Zunächst hatte Bilal seinen Gegner mit einem hübschen taktischen Einschlag überlistet. Dann gewann Anatol seinen Stonewall mit Mehrbauern. Es folgte Peter, der seinen zwischenzeitlich geopferten Bauern mit Zinsen zurückgewann. Kurz darauf musste auch der Gegner von Gerhard die Waffen strecken, nach einem netten Läuferspieß. Und zu guter Letzt gewann auch noch Bernard mit etwas Mühe sein Turmendspiel zum 6,5-1,5 Endstand. Nach dem Sieg gegen Bayern München haben wir damit erneut gegen einen Tabellenführer gewonnen und unser erstes Teilziel erreicht - die Herbstmeisterschaft! (BC)

Peter Dengler neuer Vereinsmeister

Peter Dengler ist am Donnerstag Vereinsmeister 2015/2016 geworden, mit 1,5 Punkten Vorsprung vor Anatol und Martin. Herzlichen Glückwunsch!

Erfreulich war die für unsere Verhältnisse gute Beteiligung am Vereinsturnier, über alle Spielstärken hinweg.

Alle Ergebnisse und Tabelle

Egor Kriovoborodov siegt beim 27. Unterhachinger Schachpokal

Unser 27. Schachpokal sah 73 Teilnehmer am Start, genau einer mehr als im letzten Jahr. Freundlicherweise hatte uns die Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg wieder 200 Euro zum Auffüllen des Preistopfs gespendet, so dass insgesamt 750 Euro an Preisen vergeben werden konnten. Der erklärte Favorit war einmal mehr Großmeister Egor Krivoborodov, der diesmal die Scharte aus dem letzten Jahr auswetzen wollte, als er "nur" Achter wurde. Letztlich konnte ihm auch nur Thies Heinemann in der 7. Runde ernsthafte Probleme bereiten, doch die Partie endete Remis. In der letzten Runde sicherte Krivoborodov mit einem weiteren schnellen Remis den komfortablen Sieg mit acht Punkten und einem Punkt Vorsprung vor den punktgleichen Alexander Raykhman, Max Hess und Thies Heinemann ab. Den Preis für den besten Spieler unter DWZ 2100 errang Michael Unger als Neunter mit 6,5 Punkten, Georg Reuther von der SG Caissa Augsburg war der beste Spieler mit einer Wertungszahl unter 1800 auf Platz 37 mit 4,5 Punkten. Simon Leeb wurde nach Max Hess der beste Jugendliche mit sechs Punkten auf Rang 11, beste von vier Damen war Julia Joebges mit 3,5 Punkten, Als bester Senior landete Hans-Peter Urankar mit 5,5 Punkten auf Rang 15, bester Unterhachinger war Bernard Czap als Zwölfter mit sechs Punkten. Fortschrittstabelle

Regionalliga: Ungefährdeter 5,5-2,5 Sieg von Unterhaching gegen Tabellenführer Bayern München 3

Die Null muss stehen, heißt vom Fußball auf Schach übertragen, keine Partie verlieren, lediglich Remisen zulassen und möglichst viele Partien gewinnen. Dieser Logik folgend haben wir den Mannschaftskampf gegen Bayern München 3 überraschend klar mit 3:0 für uns entschieden. Beide Mannschaften waren zum Spitzenkampf nahezu in Bestbesetzung angetreten und ein spannender Verlauf wäre zu erwarten gewesen. Jedoch entwickelt sich der Kampf recht einseitig zu unseren Gunsten. Schon früh brachte Bernard Unterhaching in Führung. Mit Schwarz spielte er einen soliden Slawen. Die weißen Springer vergaloppierten sich und sorgten für Endwicklungsrückstand. So musste Bernard lediglich alles abtauschen, die weißen Bauernschwächen am Damenflügel fixieren, um diese dann im Turmendspiel zu erobern. Eine vergleichsweise einfache Übung. Danach endeten 5 Partien mit Remis. Boris Dameninder war wieder mal zu solide und konnte nicht geknackt werden. Gerhard stand strukturell in der Meraner Variante etwas schlechter, aber das Kräfteverhältnis war wohl nicht ernsthaft verletzt. Spannend war es bei Peter, der in der Pirc-Verteidigung eine Figur für 3 Bauern opferte, doch auch hier einigten sich die Kontrahenten auf ein Unentschieden. Die darauffolgende gemeinsame Partieanalyse dauerte gefühlt länger als die Partie selber. Anatol und Bilal hatten jeweils einen c3-Sizilianer auf dem Brett und kamen nach unorthodoxen schwarzen Aufbauten zu leichtem aber dauerhaften Vorteil. Objektiv boten sie ihren Gegnern vielleicht jeweils zu früh Remis an, aber im Mannschaftssinne war dies völlig ausreichend. So blieben noch die beiden Spitzenbretter an denen bis zum Schluss schwer gekämpft wurde. An Brett 1 gewann Georg eine ausgezeichnete Positionspartie. Er erreichte ein aussichtsreiches Endspiel mit gutem Springer gegen schlechter Läufer. Hier zeigte sich sein Gegner nicht mehr auf der Höhe und Georg machte den Sack für Unterhaching zu. An Brett 2 kämpfte Hans-Peter gegen einen Holländer vom FC Bayern Urgestein Hans-Günter Schütz. Nach dramatischen Kampf mit doppelten schwarzen Figurenopfer wehrte Hans-Peter den Angriff ab und zwang seinen Gegner zur Aufgabe. Ein insgesamt sehr überzeugender Sieg, der uns mit Selbstvertrauen in die nächste Runde schauen lässt. Dann geht es erneut gegen den Tabellenführer, der nun aber Siemens München heißt. Aber die Tabellenführer scheinen uns ja zu liegen. (BC)

Egor Kriovoborodov siegt beim 27. Unterhachinger Schachpokal

Unser 27. Schachpokal sah 73 Teilnehmer am Start, genau einer mehr als im letzten Jahr. Freundlicherweise hatte uns die Kreissparkasse München-Starnberg-Ebersberg wieder 200 Euro zum Auffüllen des Preistopfs gespendet, so dass insgesamt 750 Euro an Preisen vergeben werden konnten. Der erklärte Favorit war einmal mehr Großmeister Egor Krivoborodov, der diesmal die Scharte aus dem letzten Jahr auswetzen wollte, als er "nur" Achter wurde. Letztlich konnte ihm auch nur Thies Heinemann in der 7. Runde ernsthafte Probleme bereiten, doch die Partie endete Remis. In der letzten Runde sicherte Krivoborodov mit einem weiteren schnellen Remis den komfortablen Sieg mit acht Punkten und einem Punkt Vorsprung vor den punktgleichen Alexander Raykhman, Max Hess und Thies Heinemann ab. Den Preis für den besten Spieler unter DWZ 2100 errang Michael Unger als Neunter mit 6,5 Punkten, Georg Reuther von der SG Caissa Augsburg war der beste Spieler mit einer Wertungszahl unter 1800 auf Platz 37 mit 4,5 Punkten. Simon Leeb wurde nach Max Hess der beste Jugendliche mit sechs Punkten auf Rang 11, beste von vier Damen war Julia Joebges mit 3,5 Punkten, Als bester Senior landete Hans-Peter Urankar mit 5,5 Punkten auf Rang 15, bester Unterhachinger war Bernard Czap als Zwölfter mit sechs Punkten. Fortschrittstabelle

Jugendopen Höhenkirchen: Jan Kessler gewinnt die U18

Die Ergebnisse stehen zwar noch nicht im Netz, aber Jan Kessler hat in Höhenkirchen beim dortigen Jugendopen am 31.10. den Sieg davongetragen. Nach eigenem Bekunden war es "schwach" besetzt und er an drei gesetzt, aber so schlecht kann es dann nicht gewesen sein... Herzlichen Glückwunsch jedenfalls! (PD)

Regionalliga: Unterhaching gewinnt in Garching 4,5-3,5

In unserem ersten Auswärtsspiel der noch jungen Saison mussten wir beim starken Aufsteiger Garching III antreten. Neben Luka fehlte diesmal mit Hans-Peter immerhin auch unser Topscorer der letzten Saison. Stattdessen kam unsere Jugendnachwuchshoffnung Jan Kessler zu seinem ersten Einsatz in der Ersten. Da Garching über ein schier unerschöpfliches Reservoir an Spielern über 2000 DWZ verfügt, war klar dass ein schwerer Kampf bevorstand. Und es fing denkbar schlecht für uns. Nicht weniger als 4 Spieler (Georg, Peter, Bernard, Jan) von uns standen schon nach der Eröffnung mehr oder weniger bedenklich. Doch das Glück des Tüchtigen war diesmal eindeutig auf unserer Seite. Zunächst konnte Georg am Spitzenbrett den g3-Königsinder im Zaum halten und die Partie endete Remis. Hier zeigte sich einmal mehr, dass das Spielen von ungewohnten Eröffnungen zwar die Vorbereitung des Gegners umgeht, trotzdem aber nicht frei von Risiken und Nebenwirkungen ist. Dass es aber auch Tücken auf bekannten Eröffnungsterrain gibt, musste Bernard leidvoll erfahren, der erneut eine scharfe Nebenvariante des Dreibauernangriffs im Pirc vorgesetzt bekam. Hier wählte Bernard mit dem Abtausch im Zentrum einen falschen Plan und befand sich schon nach kurzer Zeit in einer klaren Verluststellung. Doch der Gegner opferte völlig unnötig eine Figur und übersah dabei eine versteckte Verteidigungsressource, die den Angriff elegant abwehrte. Somit brachte Bernard völlig überraschend Unterhaching in Führung. Allerdings nur für kurze Zeit, dann leider verlor Gerhard eine spannende Partie mit heterogenen Rochaden und einer Königsjagd über das halbe Brett. Zwischenzeitlich hatte Jan in ein schlechteres Turmendspiel abgewickelt, welches nicht mehr zu halten war und Garching in Führung brachte. Trotz seiner Niederlage, aber eine beachtliche Leistung von Jan, der lange Zeit harten Widerstand leistete. Auch Boris hatte ein Turmendspiel auf dem Brett mit einem Bauern weniger. Dafür jedoch mit aktivem König und Turm, so dass der minimale Nachteil kompensiert wurde. Die Partie endete erwartungsgemäß remis. Zur Zeitkontrolle kämpfte Anatol mit einem Damen-Springer-Endspiel mit Mehrbauern. Ein kompliziertes Endspiel mit hoher Remis-Tendenz aufgrund von zahlreichen Dauerschachdrohungen. Doch Anatol gab den Mehrbauern zurück, manövrierte seinen König zum Damenflügel, wo er schließlich relativ geschützt vor lästigen Schachgeboten war. Somit konnte er einen Freibauern nach vorne schieben und einen wichtigen Sieg für uns erringen. Der Gleichstand im Mannschaftskampf war also wieder hergestellt. Peter hatte nach unorthodoxer Eröffnungsbehandlung ein Mittelspiel mit Bauern weniger. Die Stellung bot aber aufgrund des unsymmetrischen Charakters noch Gegenchancen. Auch hier kam es schließlich zum Turmendspiel mit Minusbauern. Allerdings bot ein weitvorgerückter Freibauer hier sogar für Peter gute Gewinnchancen. In Zeitnot fand sein Gegner nicht mehr die beste Verteidigung und Peter brachte uns mit seinem Sieg in Führung. Somit reichte uns ein Remis bei Bilal, der in einem Endspiel mit Springer und 3 Bauern gegen einen Turm über lange Zeit in der Partie eigentlich eine klare Gewinnstellung hatte. Im Endergebnis ein sehr glücklicher 4,5-3,5 Sieg für Unterhaching. Es bleibt zu hoffen, dass wir damit nicht unser gesamtes Pulver verschossen haben, denn in der nächsten Runde geht es gegen den derzeitigen Tabellenführer Bayern München! (BC)

Regionalliga: Unterhaching-MSA Zugzwang 4:4

Gleich am ersten Spieltag der Regionalliga Süd-West hatten wir mit Zugzwang II eines der Spitzenteams der Liga zu Gast. Die Gäste hatten allerdings 3 Ausfälle zu beklagen, wogegen wir bis auf Luka in Bestbesetzung antraten. Von daher gingen wir als Absteiger aus der Landesliga leicht favorisiert ins Rennen und es fing auch gleich gut an: Gerhard setzte die Grünfeldindische Verteidigung von Beginn an stark unter Druck und brachte uns rasch 1:0 in Führung. Ein wirklich schöner Angriffssieg, der eine alte Schach-Weisheit bestätigte: Es gibt keine gefährlicheren Angriffsspieler als gute Positionsspieler! Kurze Zeit später erhöhte Anatol spektakulär auf 2:0, der in einer Wiener Partie reichlich Material für Königsangriff opferte. Nachdem der Gegner sich nicht optimal verteidigte, wurde dessen König ins Freie gescheucht so dass die Partie bereits nach 14 Zügen vorbei war, was auch nicht jeden Tag vorkommt! Leider liefen unsere anderen beiden Weißpartien gar nicht gut. Hans-Peter musste sich nach einem gegnerischen Figurenopfer für drei Bauern heftigen Angriff erwehren und verlor die schwierige Partie durch Zeitüberschreitung. Bilal wurde in der Eröffnung auf dem völlig falschen Fuß erwischt. In einem Vorstoßfranzosen gelang es dem Gegner durch eine trickreiche Zugfolge gleich zu Beginn seinen schlechten gegen Bilals guten Läufer zu tauschen. Ein bedeutender strategischer Vorteil in Angesicht der kompakten Bauernkette im Zentrum. Danach wurden mehr und mehr alle Figuren getauscht, so dass sich ein ungünstiges Endspiel ergab. Trotzdem hätte dieses bei bester Verteidigung wohl noch gehalten werden können. Leider erlaubte sich Bilal hier eine weitere Unachtsamkeit, so dass auch diese Partie verloren ging. Alle unsere Schwarzpartien dagegen endeten mit Remis. Georg kam etwas gedrückt aus der Eröffnung, konnte sich dann aber im Mittelspiel befreien und hatte im Endspiel, dank besserer Bauernstruktur, sogar die Vorteile auf seiner Seite. Leider übersah er ein gegnerisches Dauerschach und das Remis war unausweichlich. Peter stand nach der Eröffnung etwas schlechter, da sein Springer an den Rand gedrängt wurde ohne jegliche aktive Perspektive. Den weiteren Partieverlauf habe ich leider nicht genau mitbekommen. Zwischenzeitlich hatte Peter wohl eine Figur für drei Bauern mit kompliziertem Spiel. Letztendlich vereinbarten beide Kontrahenten Remis. Einen spannenden Fight lieferte Boris, der sich umsichtig gegen die raffinierten Angriffszüge seines Gegners verteidigen musste. Im Endspiel ergab sich eine ungleiche Materialverteilung, in dem Boris einen Springer und 2 Bauern gegen Läufer und Springer hatte, doch auch diese Partie endete folgerichtig Remis. In der letzten Unterhachinger Schwarzpartie wurde Bernard mit einer scharfen Nebenvariante des Dreibauernangriffs der Pirc-Verteidigung konfrontiert. Die vielen taktischen Berechnungen kosteten beide Spieler viel Zeit, so dass die zweite Partiehälfte von Zug 20 bis 40 von beiden komplett in Zeitnot gespielt werden musste. So ist es auch zu erklären, dass die davor ausgeglichene Partie kurzzeitig drastisch kippte. Zunächst hätte Bernard mit einem Fesselungsmotiv samt Abzugsschach die weiße Dame gewinnen können. Nach verpasster Chance revanchierte sich sein Gegner im Gegenzug und übersah einen Mattangriff, der nur auf Kosten einer Dame hätte abgewendet werden können. Das daraus resultierende ausgeglichene Springerendspiel endete dann mit einem leistungsgerechten Remis. Somit endete der Mannschaftskampf 4:4 Unentschieden. Schade! Vor dem Spiel wäre ich mit dem Ergebnis zufrieden gewesen, aber da war wohl mehr für uns drin. Trotzdem, der Grundstein ist gesetzt und die weitere Saison verspricht noch viel Spannung. Schon in zwei Wochen geht es gegen den starken Aufsteiger aus Garching weiter! (BC)

Bayerische Schnellschach-Mannschaftsmeisterschaft in Kelheim

Den Auftakt nach den Sommerferien bildet traditionell die Schnellschach-Mannschaftsmeisterschaft, die in diesem Jahr in Kelheim stattfand. Wir hätten mit zwei Mannschaften in Ober- und Landesliga starten können, traten aber mangels Interesse nur in der Oberliga an. Gleich im ersten Kampf gab es gegen den späteren Letztplatzierten Hof eine Pleite, als ich zwar gewann und Hans-Peter remis spielte, Anatol jedoch verlor, während Martin seinem ca 12-jährigen Gegner eine Figur preisgab, was dieser in einen Sieg ummünzte. Auch gegen Mering reichte es nur für Hans-Peter zu einem Punkt, da ich leider die intuitiv geplante Vorsichtsmaßnahme nicht ergriff und nach Gewinnstellung in einem Opferreigen unterging. Gegen Schwanstetten, Tarrasch und Nürnberg gelangen danach aber drei Siege, bevor wir uns ganz vorne wiederfanden und gegen Gröbenzell (3.) und Noris Tarrasch (1.9 nochmal Haue bekamen. Immerhin schaffte ich aber noch das Remis gegen GM Milov. Ergebnis: Peter 4,5 Hans-Peter 4,5 Anatol 4 und Martin 0,5 aus 7 Partien. (PD)

Jugendopen 2015

128 Spieler waren in diesem Jahr dabei, gerade so viele, dass das Kubiz nicht ganz überquoll. Wir freuen uns, dass unser Jan Kerkhoff bei seiner letzten Chance den 1. Platz in der U18 errungen hat! Er und Jan Kessler haben wirklich eine starke Leistung geboten! Zu den Ergebnistabellen.


Schachfußballturnier: schon wieder die Bayern

Zum ersten Mal hatten wir sechs weitgehend vollzählige Vereine am Start des Schachfußballturniers. Im vormittäglichen Schach war die Sache keineswegs so klar wie in den vergangenen Jahren: Trotz zwei Großmeistern und zwei IMs mussten auch die Bayern einmal den Kürzeren ziehen (gegen Garching) und gewannen am Schluss nur durch die Brettpunkte vor den punktgleichen Teams aus Pang und Garching. Im Fußball war Gröbenzell der erklärte Favorit, aber auch Garching hatte diesmal aufgerüstet. Die Bayern schafften hier auf wundersame Weise ein 3:1 gegen Gröbenzell, die ansonsten vier Siege landeten und vor Garching und Bayern das Fußballturnier gewannen. Das reichte insgesamt den Bayern wieder zum Gesamtsieg vor Garching, Gröbenzell, Pang, Unterhaching und Zugzwang. Ergebnisse: Gesamtwertung, Fußball, Schach (PD)


Deutsche Mannschaftsblitzmeisterschaft

Gestern fand die Deutsche Mannschaftsblitzmeisterschaft in Garching statt. Leider sind wir auf dem letzten Platz gelandet und haben auch die wenigsten Brettpunkte erzielt. Aber es hat trotzdem Spaß gemacht und ich habe immer noch die Absicht, dass wir es einmal selbst ausrichten! Ergebnisse


Unterhaching gewinnt den Mannschaftspokal!

Am Pfingstsonntag stand der Saisonausklang in Form des Mannschaftspokal-Finals an. Trotz des unglücklich gewählten Termins (Überschneidung mit dem Mannschafts-Schnellturnier in Leutasch) bekamen wir eine recht starke Truppe zusammen und fuhren guten Mutes zum TSV Solln, der allerdings im Halbfinale die favorisierte Mannschaft von Garching 1 eliminiert hatte. Für Spannung war also gesorgt. Der Kampf lief recht bald in die richtige Richtung. An den beiden Schwarzbrettern gab es bald deutliche Vorteile zu verzeichnen. Gerhard hatte aktives Figurenspiel und zudem stand die Dame des Gegners eher unglücklich. In der Folge gewann er einen Bauern, und es gelang ihm, diesen Vorteil ins Bauernendspiel zu transportieren. Hier war jeder Widerstand zwecklos und Gerhard holte sich den vollen Punkt. Anatol tat es ihm gleich, nachdem er eingangs des Mittelspiels die bessere Übersicht gezeigt hatte. So konnte er gegen die schwachen Bauern und nach Öffnung der Stellung auch den König des Kontrahenten spielen und diesen bald zur Aufgabe überreden. Somit stand es 2 : 0 und auch sonst sah es nicht unbedingt schlecht aus. Thomas hatte die schwerste Aufgabe gegen den Sollner Spitzenspieler, der bis dato alle Pokal-Partien gewinnen konnte. Die Stellung wurde bald sehr taktisch, Thomas gab zunächst die Qualität, um später einen Freibauern zu bilden, der ihm einen Turm einbrachte. Schließlich ging es in ein Endspiel mit Läufer und 2 Bauern gegen 5 Bauern. Als Thomas dann am Königsflügel auf Bauernfang ging, erlebte er eine böse Überraschung, denn sein Gegner kam schneller als geplant dazu, seine Freibauern zu aktivieren, so daß Thomas leider aufgeben mußte. Hier war sicherlich jedes Ergebnis möglich. Zuletzt spielte noch Martin, der nach wenig vielversprechender Eröffnung doch noch etwas Spiel bekommen hatte. Nach einer fehlerhaften Abwicklung des Sollners ging bei diesem ein Bauer verloren, und er bot daraufhin Remis an. Da dieses für uns den Mannschaftssieg sicherte, nahm Martin trotz mittlerweile guter Gewinnchancen den halben Punkt mit. Somit gewannen wir den diesjährigen Mannschaftspokal mit einem verdienten 2,5 : 1,5 im Finale beim TSV Solln und haben uns, ebenso wie die Gastgeber, für die Bayerische Pokalmannschaftsmeisterschaft qualifiziert. (MB)

Bezirksliga: Kein Happy-End für die Zweite

Zur letzten und entscheidenden Runde ging es am Freitag zu den Bayern, deren vierte Mannschaft in der zentral ausgetragenen Runde auch unser Gegner war. Die Favoritenrolle lag dabei bei unseren Gastgebern, die über klare DWZ-Vorteile verfügten und die letzten 4 Spiele in Folge gewonnen hatten. An Brett 7 hatte Robert gegen einen Franzosen einen Bauern geschnappt, weil der Gegner einen regelwidrigen Zug in seiner Vorausberechnung geplant hatte. Ein darauf folgendes Qualitätsopfer bescherte ihm zwei zentrale Ffreibauern und eine totale Gewinnstellung. Leider unterlief ihm ein kapitaler Schnitzer und der Punkt ging noch verloren. Auch Tom unterlag, hier fiel der Sieg des Bayern-Spielers allerdings hochverdient aus. Tom kam nie richtig ins Spiel, und als sich auch noch ein weißer Springer auf d6 einnistete wurde der Druck auf seine Stellung zu groß. Michael bekam nach eher ruhigem Spielverlauf ein annähernd ausgeglichenes Endspiel, das schließlich Remis gegeben wurde. Auch Thomas Barth errang einen halben Punkt, nachdem ihm kein Weg einfiel, wie er aus dem schwarzen Isolani Vorteil ziehen konnte. 1:3 aus unserer Sicht und der Mannschaftssieg war in weite Ferne gerückt. Ali erkämpfte sich in unklar wirkender Stellung einen weiteren halben Punkt. Bernard bekam ebenfalls ein Remisangebot, entschloss sich aber aufgrund der ungünstigen Gesamtsituation und der gegnerischen Zeitnot abzulehnen. Aber sein Gegner entkorkte ein geniales Opfer, das nach Annahme zum undeckbaren Matt führte. So spielten noch Cedric und Martin. Martin hatte im Mittelspiel nicht den besten Plan gewählt und wandelte am Rande des Abgrunds. Aber er fand die rettenden Züge und erreichte ein remisverdächtiges Turmendspiel. Nach vergeblichem Bemühen seines Gegners gab es die Punkteteilung. Cedric hatte sich zwischenzeitlich eine aussichtsreiche Angriffsstellung erarbeitet. Auch im späteren Partieverlauf stellte sein Gegner einmal zweizügig eine Figur ein. Nachdem diese Chance verpasst wurde, gelang es dem Gegner, seinen Endspielvorteil zu verwerten und einen glücklichen Punkt einzuheimsen. So ging die Schlussrundenbegegnung bei Bayern 4 mit 2:6 verloren, wenn man die verpassten Gelegenheiten an den Brettern 1, 6 und 7 betrachtet, fiel die Niederlage zumindest um einiges zu hoch aus. Damit fällt die zweite Mannschaft in der Abschlusstabelle auf Platz 8 zurück und muss nach dem einjährigen Bezirksliga-Gastspiel nächstes Jahr wieder in der A-Klasse antreten. Angesichts der Stärke der Bezirksliga (die in anderen Gegenden auch gut und gerne einer Regionalliga zur Ehre gereicht hätte) und der Tatsache, dass 4 von 10 Mannschaften absteigen, kommt dies nicht gerade unerwartet. Immerhin haben wir uns nach zwischenzeitlich enttäuschenden Auftritten gegen Ende wieder zurückgekämpft und hätten das Wunder fast noch geschafft. (MB)

Bezirksliga: Die Zweite bleibt im Rennen

Die erste der beiden zentralen Abschlussrunden der Bezirksliga fand am Donnerstagabend im Kulturhaus Milbertshofen statt. 5 Mannschaftskämpfe im gleichen Spielsaal boten ein abwechslungsreiches Spektakel. Für Unterhaching 2 waren die Vorzeichen im Kampf gegen Schwabing-Nord klar: Eine Niederlage bedeutet den vorzeitigen Abstieg, während 1 oder noch besser 2 Punkte bei günstigem Verlauf auch für die Schlussrunde noch Spannung versprechen. Und es ging gut los. Thomas Lenz, nach längerer Pause heute am Spitzenbrett im Einsatz, bekam schon aus der Eröffnung heraus Oberwasser. In einer sehr scharfen Stellung bildete er einen mächtigen Freibauern, der ihm den vollen Punkt brachte. Auch Michael spielte stark auf und drängte seinen Gegner schnell in die Defensive. Mit 2 Mehrbauern und überlegener Stellung ließ er nichts mehr anbrennen und gewann souverän. Tom gab sich daher mit Remis zufrieden. Er stand eventuell leicht besser, aber wirkliche Fortschritte waren nicht zu sehen. 2,5 : 0,5 aus unserer Sicht nach etwa 3 Stunden. An Brett 6 kamen die Schwabinger dann zum Anschlußtreffer. Ramiz hatte ein Leichtfigurenendspiel, in dem sein Gegner über das Läuferpaar verfügte. Dieses erwies sich als deutlich stärker als Ramiz' Springerpaar, und bald ging ein Bauer verloren. Nach zähem Widerstand ging der Punkt an den Gegner. Auch Robert mußte sich geschlagen geben. Er spielte druckvoll gegen den in der Mitte stehenden schwarzen König. Er drang jedoch nicht durch, und so behielt der Schwarze schließlich die Oberhand. Dennoch war Optimismus angesagt, standen doch die drei noch laufenden Partien nach der Zeitkontrolle aussichtsreich. Martin hatte sich durch eine kleine Taktik im Mittelspiel einen Mehrbauern gesichert und ins Damenendspiel transportiert. Dieses war jedoch schwieriger zu spielen als dasjenige aus der letzten Runde. Im Endeffekt brachte Martin seinen Freibauern bis nach a2 vor, aber dort ging er nach einer Serie von Schachs verloren. Remis also hier, aber Thomas Barth brachte in seinem ersten Einsatz für die Zweite in dieser Saison einen vollen Punkt nach Hause. Er stand schon aus der Eröffnung heraus druckvoll. Nach einem Figurengewinn führte er die Partie sicher zum Sieg. Den Schlußpunkt konnte dann Bernard setzen. Er stand im Mittelspiel recht unklar. Nach Damentausch erwies sich sein weit vorgerückter Freibauer aber als wichtiges Plus. Schließlich nutzte er die unglückliche schwarze Königsstellung zum Angriff, der entscheidenden Materialgewinn einbrachte. Das insgesamt verdiente 5 : 3 gegen Schwabing-Nord ist für uns der zweite Sieg in Folge und hält uns nach wie vor im Rennen um den Klassenerhalt. Nur noch 3 Brettpunkte trennen uns vom rettenden 6. Platz. Während die Meisterschaft seit der 7. Runde für Garching 3 entschieden ist, geht es im Abstiegskampf spannend zu. Nur Dachau dürfte mit 4 Punkten kaum noch zu retten sein, ansonsten haben alle Teams noch eine Chance. Für uns geht es in der Schlußrunde gegen Bayern 4. Schwer, aber wer weiß....

Bezirksliga: Überraschung gegen den Roten Turm

Zum letzten Heimspiel empfing die zweite Mannschaft bei Interface als Schlusslicht den Regionalligaabsteiger Roter Turm Altstadt, der mit nur 3 Minuspunkten auf dem 2. Platz rangierte. An sich eine klare Rollenverteilung, aber die Gäste mussten auf 2 starke Spieler verzichten, während bei uns Thomas von Robert Weidl vertreten wurde. Ansonsten waren alle an Bord. Los ging es mit einem schnellen Remis an Brett 2. Weder Bernard noch seinem Gegner gelang es, etwas Greifbares herauszuholen. Nach großzügigem Figurentausch entstand ein Endspiel mit symmetrischer Bauernstruktur, das keine Angriffspunkte mehr bot. In der Zeit entwickelte sich der Mannschaftskampf im Ganzen recht erfreulich. Robert zeigte sich von seiner besten Seite. Er ging den gegnerischen König mit einer Bauernwalze, unterstützt von den Schwerfiguren, an. Der Gegner fand dagegen kein Mittel, und Robert schoss uns in Führung. Auch Tom ging seine Partie gewohnt scharf an. Sein Turm opferte sich auf g2, und offenbar hätte er auch eine Gewinnfortsetzung haben können. In der Partie gelang es dann "nur", das geopferte Material zurückzuholen und ein Remis zu erreichen. Danach kamen die Gäste zum Ausgleich. Ramiz stand an sich im Mittelspiel für meine Begriffe recht aussichtsreich. Aber ein unterlassener Figurentausch eröffnete seinem Gegner einen taktischen Bauerngewinn. Der Minusbauer erwies sich im Endspiel dann als entscheidend. So ging es mit 2:2 in die Zeitnotphase, und die übrigen Partien wogten hin und her. Michael stand lange etwas aktiver, ohne jedoch entscheidenden Vorteil zu bekommen. Im Endspiel tauschte sein Gegner dann ohne Not die Dame, und das entstandene Springerendspiel war mit entferntem Freibauern dann gewinnträchtig. Hier ließ sich Michael nicht mehr vom rechten Weg abbringen und Haching 2 ging erneut in Führung, auch wenn am Ende eine Zeitnotdiskussion aufkam. Aber Michael hatte die 40 Züge bereits ausgeführt, bevor sein Fähnchen fiel. Am Spitzenbrett hatte Niki, der sich dankenswerterweise sehr kurzfristig zum Einsatz bereit erklärt hatte, das Läuferpaar gesichert. Da sein Gegner aber die etwas bessere Bauernstellung besaß, befand sich die Stellung wohl im Gleichgewicht. Im Endeffekt ergab sich ein Turmendspiel, das Niki dann Remis gab. Jan hatte gegen seinen erfahrenen Gegner lange Zeit die Partie offen gehalten. Als er nach einem taktischen Einschlag einen Bauern verlor, geriet er ins Hintertreffen. Im Schwerfigurenendspiel setzten sich die verbundenen Freibauern des Gästespielers schließlich durch. Allerdings stand Martin an Brett 3 zu diesem Zeitpunkt schon auf Gewinn. Er hatte aus der Eröffnung heraus eine gedrückte Stellung, aber nach der Öffnung des Zentrums wendete sich das Blatt und eine taktische Sequenz brachte Martin ein klar vorteilhaftes Damenendspiel ein. Dieses wurde dann auch zum Sieg geführt. Somit kamen wir zu einem unerwarteten 4,5:3,5-Erfolg gegen den Roten Turm und zu unserem zweiten Saisonsieg. Damit haben wir die rote Laterne abgegeben und uns immerhin noch ein Endspiel in der ersten zentralen Runde nächste Woche gesichert. Hier geht es dann gegen das ebenfalls noch abstiegsbedrohte Team von Schwabing München-Nord.

Bezirksliga: Nichts zu holen in Haar

Nach der Osterpause ging es für die 2. Mannschaft zum Auswärtsspiel nach Haar. Leider waren sowohl Niki als auch Thomas beruflich verhindert, Florian und Cedric sprangen dafür ein. Los ging es mit einem relativ schnellen Schwarzremis von Ramiz. Auch Bernard fügte sich am Spitzenbrett schweren Herzens ins Remis. Er hatte einen Bauern mehr, aber mit Kompensation für den Gegner. Letztlich erschien ein Weiterspielen auf Gewinn hier zu riskant. 1 : 1 also nach ca. 2,5 Stunden. Danach gerieten wir in Rückstand. Jan mußte sich recht bald einem Angriff erwehren. Zunächst reagierte er richtig und konnte die eingedrungenen weißen Figuren ohne Materialverlust neutralisieren. Im weiteren Verlauf gingen dann aber doch 2 Bauern und später auch der Punkt verloren. Tom geriet in einer scharfen Partie mit heterogenen Rochaden böse unter die Räder. Seine Aktivität am Königsflügel versandete bald, während sein Gegner undeckbare Drohungen aufstellen konnte. Florian verlor ebenfalls, allerdings habe ich nicht genau mitbekommen, wie. Für meine Begriffe sah seine Stellung recht solide aus, aber irgendwie gelang es seinem Gegner offenbar doch, Druck gegen Florians König zu entwickeln. Somit stand es 4 : 1 für die Gastgeber. Michael gelang dann der Anschlußtreffer. Anfänglich schien er eher schlechter zu stehen gegen den gegnerischen Aufmarsch am Damenflügel. Dieser blieb jedoch stecken, und Michael konnte zum Königsangriff übergehen und die Partie gewinnen. Cedric hatte ein kompliziertes Endspiel erreicht, das zwar remisverdächtig aussah, er aber letztlich nicht halten konnte. Zum Schluss spielte noch Martin, der gut aus der Eröffnung gekommen war und sich wohl korrekterweise einen Bauern einverleibt hatte. In aussichtsreicher Stellung griff er jedoch fehl und stellte später sogar eine Figur ein. Sein Gegner behandelte das Endspiel dann aber ebenfalls nicht fehlerfrei. Mit viel Glück gelang es Martin, das Remis zu halten, nachdem beim Weißen nur noch Randbauer und falscher Läufer übrig blieben. Somit ging auch der Kampf bei Haar 2 mit 2,5 : 5,5 verloren. Die Chancen auf den Klassenerhalt sind damit bei 4 Absteigern wohl nur noch rechnerischer Natur. Nichtdestotrotz wollen wir nächste Woche dem Roten Turm einen guten Kampf liefern. (MB)

Unterhaching I verliert 3,5-4,5 gegen Röhrnbach und steigt aus der Landesliga ab

Das Wunder blieb leider aus. Mindestens ein 4:4 wäre notwendig gewesen, um die Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, aber am Ende setzte es bereits die vierte 3,5-4,5 Niederlage in dieser Saison. Dabei hatten wir lange Zeit geführt, denn Luka ließ seinem Gegner in der „Hübner-Variante“ im Königsinder keine Chance und gewann souverän. Die Niederlage von Peter, dessen Dame sich ins Abseits verirrte, wurde durch Bilals Sieg umgehend ausgeglichen. Bilal hatte in der italienischen Eröffnung lange Zeit nicht rochiert und stattdessen seine Figuren zum Königsflügel manövriert. Schließlich fiel der erste Bauer durch eine Springergabel und wenig später folgte noch ein Abzugsschach, welches die Partie entschied. Am Spitzenbrett konnte Georg mit Schwarz den Anzugsvorteil in der katalanischen Eröffnung relativ einfach ausgleichen, da sein namensgleicher Gegner (dieser allerdings immerhin Internationaler Meister) anstelle des Springers zunächst den Turm entwickelte. Diese Ungenauigkeit nutze Georg und zentralisierte seinen Springer. Die Partie endete dann in der Zeitnotphase in unklarer Stellung mit Remis. Mit dem gleichen Ergebnis endete auch die Partie von Hans-Peter. Allerdings stand Hans-Peter zwischenzeitlich schon klar besser. Vielleicht sogar auf Gewinn, denn er hatte im Mittelspiel einen Bauern mehr und Königsangriff. In Zeitnotphase hatte Hans-Peter die Qualität für zwei Bauern geopfert, aber nachdem die Damen getauscht waren, war der Angriff dahin und die Partie endete im Dauerschach. Ebenfalls Remis endete die Partie von Anatol, der zwar immer etwas passiver stand, aber nie ernsthaft in Gefahr war. Hier bewahrheitete sich die alte Regel, dass eben (fast) alle Turmendspiele mit Remis enden. Somit führten wir 3,5-2,5 bei noch zwei ausstehenden Spielen. Gerhard wurde in der Eröffnung im Damengambit von seinem Gegner mit dem neuen Zug c5 überrascht. Er opferte einen Bauern für Aktivität. Ob diese wirklich ausreichend war ist schwer zu beurteilen. Allerdings hätte es nach der Zeitnotphase die Möglichkeit gegeben die entfernten Freibauern zu tauschen, was ein Remis sehr wahrscheinlich gemacht hätte. Gerhard überschätzte an dieser Stelle die Aktivität von Turm und Springer und wenig später machte der gegnerische Freibauer das Rennen. Nach dieser Niederlage verlor dann auch noch Boris, dem ebenfalls ein gegnerischer entfernter Freibauer zum Verhängnis wurde. In dem Damenendspiel gab es wohl keine Verteidigung mehr, so dass der Abtausch der Springer im Vorfeld wohl hätte verhindert werden müssen. Nun ja, im Nachhinein ist man immer schlauer, gerade in komplizierten Stellungen. Am Ende mussten wir also eine bittere 3.5-4,5 Niederlage quittieren. Damit steigen wir nach 4 erfolgreichen Jahren (immerhin zweimal Zweiter und einmal Vierter) als Tabellenvorletzter aus der Landesliga wieder ab und das mit einem fast ausgeglichen Brettpunktverhältnis (34-38), was zeigt wie ausgeglichen die Liga war. Nichtsdestotrotz gratulieren wir unserem Nachbarverein Süd-Ost zum Wiederaufstieg in die Oberliga und wünschen dort viel Erfolg. Wir selber werden nach dem ersten Abstieg von Unterhaching I seit 1986 (damals von der C in die D-Klasse) in der nächsten Saison dann wieder in der Regionalliga Süd-West angreifen, in der wir ja bereits Anfang des Jahrtausends 10 Jahre lang spielten. (BC)

Videos der Bayerischen Mannschaftsblitzmeisterschaft bei youtube

Die Videos, die Hari bei der Bayerischen Mannschaftsblitz gedreht hat sind nun bei youtube zu finden: Man suche nach Bayerische Blitz - insgesamt 14 Partien sind zu sehen. (PD)

Mannschaftspokal: Auftaktsieg gegen den Roten Turm

Die erste Runde des Mannschaftspokals führte uns in der heimischen Interface-Arena gegen die Mannschaft des Roten Turm, gegen die wir letztes Jahr etwas überraschend ausgeschieden waren. Es galt also etwas gutzumachen. Die Voraussetzungen waren auch nicht schlecht, abgesehen von Brett 2 hatten wir überall recht deutliche DWZ-Vorteile aufzuweisen. Die Partie an Brett 2 endete dann auch als erstes. Bilal versuchte, nach kleiner Ungenauigkeit seines Gegners in der Eröffnung den König mit einem Figurenopfer zur Strecke zu bringen. In der Folge fand der Gästespieler aber die nötigen Verteidigungszüge, und Bilal musste sich nach langem Nachdenken mit Dauerschach zufrieden geben. Die Führung für uns gab es dann an Brett 3. Bernards Gegner versuchte Druck gegen den König aufzubauen, zog aber dafür seine Dame ins Abseits. Bernard öffnete daraufhin das Zentrum und bekam starkes Figurenspiel. Eine Figur fiel beim Gegner und Bernard konnte kurz darauf einen überzeugenden Sieg einfahren. Entschieden wurde die Begegnung am Spitzenbrett, wo Georg als Schwarzer es mit einer Art Wolgagambit im Anzug zu tun bekam. Zwischenzeitlich hatte er zwei Mehrbauern, die dank des Entwicklungsrückstands aber nicht einfach zu verwerten waren. Beim Versuch, den Druck abzuschütteln, kam er in Zeitnot und akzeptierte schließlich Remis, was uns den Mannschaftssieg wegen der besseren Wertung bereits sicherte. Zum Schluss spielte noch Martin an Brett 4, der immer eher unangenehm stand, nach einer gegnerischen Ungenauigkeit aber plötzlich Angriffschancen bei ungleichfarbigen Läufern bekam. Diese verpufften jedoch bald und so einigte man sich auf Remis. Alles in allem ein verdienter 2,5 : 1,5 - Erfolg gegen den Roten Turm, der uns sogar ins Halbfinale bringt, da wir in der nächsten Runde spielfrei sind. Einzelergebnisse: Schmidt, Georg - Cuadrado remis, Demir, Bilal - Bohnhoff remis, Czap, Bernard - Karrer 1:0, Broschwitz, Martin - Ritzka remis. (MB)

Bezirksliga: Keine Punkte gegen Vaterstetten

In der 5. Runde der Bezirksliga gab es für die Zweite das wichtige Aufsteigerduell gegen die junge Mannschaft von Vaterstetten-Grasbrunn. Leider fiel Thomas sehr kurzfristig aus und konnte, da die Dritte bereits Donnerstag im Einsatz war, auch nicht mehr ersetzt werden. So gingen wir bereits mit einem 0 : 1 - Rückstand in den Mannschaftskampf. An den Brettern entwickelte sich das Geschehen dann ebenfalls eher ungünstig. Jan geriet an Brett 8 bald nach ungünstigem Figurentausch am Damenflügel unter Druck, ohne wirklich Gegenspiel zu bekommen. Nach Figurenverlust musste Jan dann aufgeben. Ali spielte erneut eine starke Partie gegen einen nominell deutlich überlegenen Gegner. Leider fehlte ihm im Turmendspiel mit Mehrbauer dann der Gewinnplan, so daß es hier ein Remis gab. Tom, der bislang ungeschlagen war, erwischte einen schwachen Tag. Er ging gewohnt aktiv zur Sache, aber dieses Mal gelang es dem Kontrahenten, Felderschwächen in Toms Lager auszunutzen. In der Folge ging zuviel Material verloren und schließlich auch der Punkt. Bei 0,5 : 3,5 gelang es Bernard immerhin zu verkürzen. Taktisch hatte er sich bereits einen Mehrbauern gesichert, als sein Gegner auf einen Läuferspieß dann noch falsch reagierte, war der Drops gelutscht. Michael musste sich mit Remis zufrieden geben. Die Stellung war stets ausgeglichen, er lehnte zwar Remis ab, aber konnte seine Position nicht wirklich verstärken und so wurde doch die Friedenspfeife geraucht. Niki bekam es mit Vaterstettens jungem Spitzenspieler Xiong zu tun und musste erleben, wie der gegnerische Springer auf f7 einschlug. Zurücknehmen war wegen Matt nicht möglich, und so verwaltete Niki fortan eine Ruine. Diese hielt er gekonnt zusammen und fast hätte er mit aktivem Spiel im Doppelturmendspiel noch das Remis gerettet. Aber leider eben nur fast, und so bleibt der Vaterstettener der Topscorer der Liga. Die letzte Partie spielte Martin, der mit Mehrbauern bei ungleichfarbigen Läufern ins Mittelspiel ging. Hier versuchte er einen Königsangriff einzuleiten, und opferte in Zeitnot inkorrekt einen Turm, wonach die Partie an sich verloren war. Sein Gegner revanchierte sich jedoch mit einem Einsteller, und direkt danach wurde in mittlerweile unklarer Stellung der Punkt geteilt. Nach dieser Niederlage bleibt die Zweite am Tabellenende und benötigt am nächsten Spieltag in Haar schon einen Sieg, soll das rettende Ufer nicht außer Sichtweite geraten. (MB)

Bezirksliga: Niederlage bei Tarrasch 2

Die vierte Runde der Bezirksliga führte uns zum Kolumbusplatz zur zweiten Mannschaft von Tarrasch, die vor kurzer Zeit noch überregional spielte. Auch heute mußten sie als Favorit gelten, brachten sie doch erstmals ihre Bretter 1-8 zum Einsatz, während wir heute auf Niki und Thomas verzichten mussten. Recht schnell machte Michael Remis. Er versuchte, die extravagante Eröffnung seines Gegners mit 5. Ta7 auszunutzen, aber bald verflachte die Partie und der Punkt wurde geteilt. Dann passierte einige Zeit nichts. Florian kam an 4 ebenfalls zu einem halben Punkt. Er hatte zwar sich das Läuferpaar gesichert, aber der Springer seines Gegners war keinesfalls schwach, und so hielt sich alles im Gleichgewicht. Ali spielte in seinem ersten Bezirksliga-Einsatz eine gute Partie, die ebenfalls Remis endete. Für meine Begriffe stand er am Ende sogar eher besser. Leider gab es danach zwei Niederlagen. Ramiz stand aus der Eröffnung heraus eher bedenklich mit schlechtem Läufer und eher passiver Stellung. Als der gegnerische Turm auf der a-Linie einflog, war abzusehen, daß die Partie irgendwann taktisch zugunsten von Weiß entschieden würde, und so kam es dann schließlich auch. Auch Jan mußte sich seinem Gegner beugen. Er verlor einen Bauern, aber angesichts der aktiven Königsstellung und dem besseren Läufer schien das noch nicht entscheidend zu sein. Erst als ein zweiter Bauer verloren ging, war die Stellung nicht mehr zu halten. Also ein 1,5 : 3,5-Rückstand, und entscheidende Vorteile waren in den noch laufenden Partien nicht zu sehen. Am nächsten kam dem vollen Punkt noch Bernard am Spitzenbrett. Er gewann bei ungleichfarbigen Läufern einen Bauern und setzte danach voll auf Angriff. Leider konnte sein Gegner mit Dame und Läufer ebenfalls gefährliche Drohungen aufstellen. Letztlich rettete sich der Schwarze ins Dauerschach. Toms Partie verlief ebenfalls sehr taktisch, hier sah ich mal die eine, mal die andere Seite im Vorteil. Tom lehnte zwar Remis erstmal ab, aber schließlich war zuwenig Material über, um noch ernsthaft auf Gewinnn spielen zu können. Zum Schluß spielte noch Martin. Dieser hatte sich eine solide Stellung aufgebaut, im Mittelspiel aber den Faden verloren und war in einem schlechten Endspiel mit Minusbauern gelandet. Sein Gegner tauschte jedoch ins Turmendspiel ab, und hier konnte Martin genügend Gegenspiel erlangen. Mit abgeschnittenem König mußte sich Schachfreund Buchner schließlich ins Remis fügen. Dennoch blieben die Punkte bei den Gastgebern, und Haching 2 findet sich erneut am Tabellenende wieder. Nach wie vor ist aber noch alles drin, denn die Abstände sind gering.(MB)

Landesliga Süd: Wunder Teil 1

Das nach der Niederlage gegen Tarrasch herbeigesehnte Wunder nimmt Gestalt an: In Rottal gelang uns (gegen den aktuellen Tabellenzweiten!) wie im Vorjahr ein klarer Sieg. Hans-Peter hatte zwar Fieber und sah wirklich nicht gut aus, wollte aber unbedingt der Mannschaft helfen und vereinbarte frühzeitig ein Remis, was angesichts von Gerhards sich abzeichnendem Sieg auch völlig in Ordnung war. Gerhard erzielte dann den Führungstreffer, weil sein Gegener statt eines der Mittelbauern lieber mit dem g-Bauern zwei Felder nach vorne rückte und bald an seiner unkoordinierten Figurenstellung zugrunde ging. Ich erhöhte mit einem Gambit, was ich noch nie gespielt hatte und mein Gegner schließlich im Königsangriff fehlgriff. Allerdings musste ich mich wieder vom Rechner belehren lassen, dass mancher meiner Züge gar nicht so toll war... Kurz darauf zeichnete sich auch Martins Sieg ab, der den gegnerischen Aufmarsch in der e-Linie ignorierte und mit 18...a5! den eigentlichen Gewinnzug fand, wonach die schwarzen Figuren den Wanderkönig unter Beschuss nahmen. Boris hatte einen wilden Sizilianer auf dem Brett, leider ist die Notation unvollständig, am Ende stand Boris auf Gewinn und sicherte angesichts von zumindest zwei sehr gut stehenden Partien mit einem Remisangebot den vierten Punkt. Bald darauf konnte auch Schorsch seinen ersten Saisonsieg feiern, sein Gegner hatte angesichts der völlig perspektivlosen Stellung und drohender Opferkombinationen keine Lust mehr. Bilal hatte sich aus einer eher ungünstigen Lage durch einen Fehler seines Gegenübers befreien können und ein Läufer/Dame Endspiel mit einem Mehrbauern erreicht. Leider schwächte er seine eigene Stellung mit 44.g4? und einem anschließenden Bauerneinsteller, so dass er nur noch das Remis erreichen konnte. Anatol griff wohl mit 9...cxd5 fehl, da gibt es bessere Alternativen. Sein Gegner spielte es allerdings auch richtig gut und brachte sein Läuferpaar zur Geltung, das dann in einem Endspiel mit Mehrbauer auch entschied. Somit haben wir einen Sprung auf Platz 8 gemacht und spielen in der letzten Runde gegen den Vorletzten aus Röhrnbach. Von Platz sieben bis zehn ist alles drin und es ist wohl auch noch völlig unklar, wieveile Mannschaften absteigen, weil es in der zweiten Bundesliga noch einen Stichkampf zwischen einem sächsischen und einem bayerischen Verein gibt. Schade, dass sich überhaupt etwas ändert, denn so ausgeglichen wie in diesem Jahr war die Liga selten (nur einmal ging ein Kampf 6:2 aus, zweimal 5,5:2,5, alle anderen waren knapper). Zum Showdown kommt es in der letzten Runde auch zwischen Südost und Weilheim um den Aufstieg. (PD

Bezirksliga: Erster Sieg für Haching II

Nachdem unsere Ausbeute in den ersten beiden Spielen doch recht überschaubar ausfiel, wollten wir es in der dritten Runde gegen Regionalliga-Absteiger Dachau besser machen. Tatsächlich bildeten sich einige aussichtsreiche Stellungen heraus und bald gab es die Führung: Bernard gewann nach besserer Eröffnungspräparation einen Bauern. Nachdem er diesen konsolidiert hatte, gab sein Gegner auf, wohl etwas zu früh, denn das Endspiel war vorteilhaft, aber noch nicht klar gewonnen. Cedric wollte da nicht hintenanstehen. Er stand schon nach der Eröffnung klar überlegen und holte sich einen Bauern. Im Endspiel gelang ihm dann der volle Punkt. Auch Ramiz zeigte sich von den Auftaktniederlagen gut erholt. Sein Gegner versuchte mit Dame und Springer auf Ramiz' König loszugehen, aber er kam nicht sonderlich weit. Ramiz verschaffte sich ein starkes Zentrum und gewann später. Beim Stand von 3 : 0 durften wir somit auf die ersten Mannschaftspunkte hoffen. Aber zunächst meldeten sich die Dachauer zurück. Martin stand etwas defensiv, öffnete dann unnötig die Stellung vor seinem König und lud seinen Gegner zu einem durchschlagenden Angriff ein. Dieser ließ sich das nicht zweimal sagen und erzielte den Anschlußtreffer. Auch Florian mußte gegen Altmeister Tauber die Waffen strecken, nachdem er einen gegnerischen Befreiungszug übersah und sich die schwarzen Figuren danach in seine Stellung hineinfraßen. Tom brachte uns dann wieder in die richtige Spur. Gegen den zweitstärksten Gästespieler bekam er bald eine überlegene Stellung, wo er die lange Diagonale und die offene Linie beherrschte. Sein Gegner versuchte mit Figurenopfer Toms König in Schwierigkeiten zu bringen. Aber Tom behielt die Übersicht und setzte am Ende sogar selbst Matt. Der Siegtreffer fiel dann am Spitzenbrett. In einer sehr taktischen Stellung mit vielen Motiven für beide Spieler behielt Niki die bessere Übersicht. In schon sehr guter Stellung gab eine Mehrfigur schließlich den Ausschlag. Am längsten spielte Jan, der im Mittelspiel sehr gut stand, sich aber etwas hinten reindrängen ließ. An einer Stelle hätte sein Kontrahent die Partie wohl taktisch für sich entscheiden können. Er ließ diese Möglichkeit aber aus und Jan bekam wieder Oberwasser. Am Ende fand der Gegner gegen Jans Freibauern nichts mehr und überschritt die Zeit. Mit diesem unerwartet klaren 6 : 2 - Erfolg gegen die stärker eingeschätzten Dachauer haben wir die rote Laterne abgegeben und uns im Kampf um den Klassenerhalt zurückgemeldet. In der nächsten Runde bei Tarrasch 2 hoffen wir auf die nächsten Punkte. (MB)

Bayerische Mannschaftsblitzmeisterschaft

FC Bayern zum siebten Mal in Folge Sieger

Zum ersten Mal richteten wir die Bayerische Mannschaftsblitzmeisterschaft in Unterhaching aus. Die angemeldeten 23 Mannschaften waren auch alle pünktlich vor Ort, so dass fünf vor elf die Begrüßung erfolgen konnte. Etwas Kritik konnte ich mir nicht verkneifen, dass keine Mannschaft aus Unterfranken, aber vor allem keine aus vier der mitgliederstärksten Münchner Vereine (jeweils weit über 100, aber sie waren weder bei der Münchner noch jetzt auf der Bayerischen vertreten) dabei war. So kam immerhin auch noch eine außer Konkurrenz spielende Mannschaft Unterhaching 2 in den Genuss, da die spielfreien Mannschaften jeweils gegen diese antraten. Es gab das erwartete Kopf-an-Kopf Rennen zwischen Bayern und Pang-Rosenheim, in dem die Bayern nur einmal die Führung abgaben, nachdem sie dem späteren Drittplatzierten SK Weilheim 1:3 unterlagen. Mit dem 3:1 gegen die Rosenheimer in Runde 19 holten sie sich jedoch die Führung wieder zurück, auch wenn wir ihnen in der vorletzten Runde noch ein 2:2 (Sieg von Luka gegen Stangl!) entlocken konnten. Leider schwächelten wir in den letzten drei Runden, wo wir unsere Niederlagen zwei und drei kassierten und somit hinter dem Siegertrio auf Rang vier landeten. Die Brettpreise gingen an Georg Fröwis (Pang, Brett 1), Andreas Schenk (2) und Thomas Reich (3) vom FC Bayern und mich (Brett 4).

Kreuztabelle

Bestenliste

Fotos

(PD)

Siegermannschaft FC Bayern München

MMM-Bezirksliga: Erneute 1,5-6,5 Klatsche für Haching II bei Aufstiegsfavorit Garching III

Dass wir ohne unser Spitzenbrett Niki gegen die starken Garchinger nur Außenseiterchancen hatten, war von der Papierform her absehbar. Leider setzte es für uns jedoch auch am zweiten Spieltag wieder eine überaus deutliche Niederlage. Wie bereits auch am ersten Spieltag spielten Bernard, Martin und Tom Remis. An den übrigen Brettern war leider erneut nichts für uns zu holen und es setzte mehr oder weniger klare Niederlagen für Tom, Michael, Ramiz, Cedric und Jan. Nun gut, die beiden besten Mannschaften liegen immerhin jetzt hinter uns. In der nächsten Runde geht es daheim gegen Dachau. Diese sind nominell zwar gut besetzt, haben aber zuletzt sogar 1-7 gegen Haar verloren und befinden sich in einem ähnlich beklagenswerten Zustand wie wir. Von daher besteht Hoffnung auf eine Trendumkehr. (BC)

MMM-Bezirksliga: Unterhaching II verpatzt Saisonstart mit 2-6 Niederlage gegen Sendling I

Dass es für uns als Bezirksligaaufsteiger dieses Jahr kein Zuckerschlecken wird, war schon vorher klar, denn die Bezirksliga ist dieses Jahr stark wie noch nie besetzt. Aber eine 2-6 Niederlage gegen den Regionalligaabsteiger Sendling I gleich am ersten Spieltag zu quittieren, das ist bitter und das haben wir uns doch anders vorgestellt. Zumal wir in Bestbesetzung angetreten sind, aber das waren die Sendlinger eben auch und hatten von der Papierform gerade an den hinteren Brettern DWZ-Vorteile. Nach den Eröffnungen standen viele Hachinger vielversprechend. An Brett 2 hatte Thomas mit dem schönen Scheinopfer c5 den exponierten schwarzen Läufer auf d6 zurückgedrängt und hatte Entwicklungsvorsprung. Leider übersah er in der Folge eine taktische Wendung und verlor gerade diesen c5 Bauern. Mit viel Kreativität und weiteren Bauernopfern versuchte Thomas das Spiel maximal zu verkomplizieren, aber sein Gegner behielt die Übersicht und gewann die Partie. An Brett 5 hatte Michael nach Damentausch schon in der Eröffnung ein typisches Aljechin-Endspiel erreicht, in dem seine Chancen mit Schwarz vorzuziehen sind, da die weit vorgerückten weißen Bauern Angriffsziele bieten. Leider griff Michael jedoch fehl und sein Gegner konnte einen mächtigen Freibauern bilden, der auch diese Partie gegen uns entschied. Ähnlich ging es auch Ramiz, der an Brett 7 mit Schwarz seinen Gegnern mächtig einschnürte und das gesamte Zentrum besetzte. In dieser Traumstellung stellte Ramiz jedoch einen wichtigen Zentrumsbauern ein und auch diese Partie kippte gegen uns. 3 bessere Stellungen, aber 0 Punkte, damit war der Mannschaftskampf quasi entschieden, denn an den anderen Brettern ging es eher friedlich zu. Lediglich Niki hatte bei seinem Comeback an Brett 1 und seiner ersten Turnierpartie nach 5 Jahren, nach einem Läuferopfer seines Gegners einige bange Momente zu überstehen. Nachdem dieser aber mit der Dame die Schwächen in Nikis Königsstellung nicht beherzt genug angriff, konnte sich Niki konsolidieren und ein Remis erreichen. Genauso wie Bernard (Brett 3), Martin (Brett 4) und Tom (Brett 6), in deren Partien das Kräftegleichgewicht wohl nie ernsthaft gefährdet war. Remis wäre wohl auch der logische Ausgang an Brett 8 bei unserem Nachwuchstalent Jan gewesen, doch dieser opferte plötzlich einen Turm ohne wirklich Zählbares damit zu erreichen. Damit ging auch diese Partie verloren und reihte sich in die Serie von Pleiten, Pech und Pannen an diesem Abend nahtlos ein. Nun gut, die Saison ist noch lang, aber die Gegner werden zunächst mal nicht leichter. In der nächsten Runde geht es gegen den Topfavoriten Garching III. (BC)

MMM-B-Klasse: Unterhaching III startet mit 7,5-0,5 Kantersieg

Die im Vergleich zum Vorjahr mit 3 Jugendspielern an den Spitzenbrettern verstärkte Mannschaft von Unterhaching III hat die Münchner Mannschaftsmeisterschaft mit einem Paukenschlag begonnen und gewann bei Kirchseeon unerwartet deutlich mit 7,5-0,5. Der Sieg war in dieser Höhe sicher etwas glücklich, da Jan und Harry zwischenzeitlich schon bedenkliche Stellungen hatten, aber trotzdem noch unter Mithilfe des Gegners gewinnen konnten. Eine starke Partie spielte Cedric am Spitzenbrett, der seinen erfahrenen Gegnern überspielte und dann gekonnt im Turmendspiel den Vorteil perfekt verwertete. Auch Edeljoker Florian überzeugte und gewann mit einer feinen Partie. Dass Material manchmal überbewertet wird, wollte Robert wohl mit seiner scharf vorgetragenen Partie beweisen. So opferte er 3 Bauern bevor er dem Gegner den Zahn zog. Weniger spektakulär, dafür aber solide, gewannen Thomas und Vladimir ihre Partien. Dass es für Kirchseeon nicht zur Höchststrafe von 0-8 kam, ist dem ehemaligen Unterhachinger Mike Lausmann an Brett 2 zu verdanken, der gegen Ali das einzige Remis erkämpfte. Ali unterlief im frühen Mittelspiel eine Ungenauigkeit, die einen Bauern kostete. Dank Läuferpaar hatte er aber genügend Kompensation und nach der Abwicklung in ein ungleichfarbiges Läuferendspiel war das Remis unvermeidbar. Insgesamt aber ein grandioser Start in die Saison, der Lust auf mehr macht. (BC)

Letzte Änderung: 2016/05/01 - 19:42